Weinpavillon Mainz

Wettbewerb 2015, 1. Preis

 

Natürliches Ende des Flanierens, Wendepunkt zurück in die Stadt oder Brückenschlag zum gegenüberliegenden Hafendamm: Die Spitze der Südmole ist gleichzeitig ein Ort des Ankommens und ein Ort der Transition. Eine filigrane Dachkonstruktion auf einer Vielzahl schlanker, hochragender Stahlstützen besetzt als durchlässiges Bindeglied diesen Ort des Übergangs und bietet einen neuen eigenen Stadtraum im Zollhafen, geschützt vor Sonne und Regen.

Die langgezogene Stufenanlage entlang des Rheinufers führt in den filigranen Stützenwald hinein und begleitet die Fußgänger durch die offene Struktur. Die zwei umschlossenen Kerne des Weinpavillons lenken den Weg unterhalb des Dachs aus der rauen Schale ins urbane Feld und umgekehrt.

Licht und Farbe werden bewusst eingesetzt um die Rolle des Pavillons als Aufenthaltsort und Ort der Transition zu unterstreichen: Die jeweils vier Facetten der abgeflachten, pyramidenförmigen Dachaufsätze werden in zwei unterschiedlichen Farbtönen lasiert. Abhängig vom Blickwinkel werden unterschiedliche Farben wahrgenommen. Der Pavillon ändert seine äußere Gestalt mit der Richtung aus der man ihn betritt. Der Weg selbst wird zur Erfahrung.  Die Farbflächen der Dachaufsätze werden durch die Sonne direkt angestrahlt und erzeugen durch ihre Reflektion ein leicht gefärbtes indirektes Licht. In der Abendsonne badet der Pavillon förmlich in einer rötlichen Glut und lädt ein zum Weingenuss.